Einmal kochen, alle happy! – 240 Seiten Herzblut
248 Tage, 293 Stunden, 245 Illustrationen – und ein Kochbuch, das man nicht mehr aus der Hand legt
Gestaltung, Typografie & Illustration für DK Verlag & Marie Dingler
Marie Dingler von „Neulich am Familientisch“ wollte ein Familienkochbuch machen – bunt, vielfältig, schnell, einfach. Ein Buch, das Eltern durch den Alltag rettet, ohne dass am Ende drei verschiedene Gerichte auf dem Herd stehen. Der DK Verlag war an Bord, die Rezepte standen – aber das Buch selbst? Existierte noch nicht.
Meine Aufgabe war es, 240 Seiten zu gestalten. Nicht nur hübsch, sondern funktional. Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder. Und das Ganze so, dass es sich am Ende wie ein kleiner Urlaub anfühlt, wenn man es aufschlägt.
Hätte ich am Anfang gewusst, wie viel Arbeit das wird, hätte ich vielleicht abgelehnt. Aber die Idee, ein selbst gestaltetes Kochbuch im Regal stehen zu haben? Zu verlockend.
Wie wir das angegangen sind
Das Projekt startete ohne finalen Inhalt. Ich habe mit Platzhaltertexten und Beispielbildern gearbeitet – also quasi ein Buch gestaltet, das es noch gar nicht gab. Für 30 Musterseiten habe ich jeweils drei Varianten entwickelt, um herauszufinden: Was funktioniert? Was passt zur Zielgruppe? Und wie bleibt das Branding von „Neulich am Familientisch“ erkennbar, ohne dass es kindisch wird?
Es sollte verspielt sein, aber nicht überladen. Erwachsen, aber nicht steril. Nach acht Korrekturschleifen stand das Grundgerüst: eine Mischung aus allen drei Varianten.
Dann ging’s ans Eingemachte. Über 100 Rezepte, über 40 Themenseiten, und irgendwie musste alles auf 240 Seiten passen. Wie Tetris – nur mit Textbausteinen, Bildern, Illustrationen und in Hübsch. Die Themenseiten waren dabei die größte Herausforderung: spannend gestalten, ohne den Lesefluss zu zerstören. Die Lösung? Niedliche Bullet-Points, bunte Textboxen und über 120 neue Illustrationen, die ich speziell fürs Buch angefertigt habe.
Besonders die Kinderseiten wurden großzügig illustriert – soll ja schließlich Spaß machen. Und am Ende? Noch einmal alles mit Adleraugen durchgehen. Jeden Absatz, jeden Abstand, jede Illustration. Bis es zu 1000% passt.
Was am Ende bleibt
Ein Kochbuch, das genau das hält, was es verspricht: Spaß beim Kochen, für die ganze Familie. Es ist bunt, aber nicht chaotisch. Verspielt, aber nicht kindisch. Und vor allem: Es funktioniert – sowohl für Eltern, die schnell was auf den Tisch bringen wollen, als auch für Kinder, die mitmachen möchten.
Das Projekt hat mich 248 Tage, 293 Arbeitsstunden und literweise Herzblut gekostet. Aber wenn ich jetzt in der Buchhandlung daran vorbeilaufe? Dann weiß ich: Das war’s wert. Weil es zeigt, wie viel Arbeit, Liebe und Geduld in so einem Buch stecken.
Und weil es nicht einfach ein weiteres Kochbuch ist – sondern eines, das bleibt.
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