goldelse – Eierlikör? Darfste.
Eine freche Berlinerin, ein niedliches Huhn – und die Erkenntnis, dass manchmal loslassen die richtige Entscheidung ist
Rebranding, Kommunikation & Content Creation für goldelse Likör
Ein verregneter Abend auf dem Weihnachtsmarkt, ein paar Tassen Glühwein – und plötzlich beschließt man, aus dem 9-to-5-Hamsterrad auszubrechen, um fortan Eierlikör im großen Stil herzustellen. Genau das ist die Geschichte von Yvonne Henning, Gründerin von goldelse Likör.
Schon 2021 durfte ich mit Yvonne zusammenarbeiten – damals baute ich ein Farb- und Schriftkonzept um ihr bestehendes Logo herum. Nur ein paar Monate später erzählte sie mir von einem Positionierungsworkshop. Aus „ein wenig am Branding schrauben“ wurde ein monatelanger Rebranding-Prozess mit sämtlichen Höhen und Tiefen.
Das Ziel klang simpel: Eierlikör raus aus der verstaubten Schublade, rein in die Wohnzimmer der Gegenwart – ohne die traditionsreiche Vergangenheit zu vergessen. Aber wir merkten schnell: Das wird alles andere als easy-peasy.
Yvonne liebte ihr Huhn. Und ihre Kunden auch. Es war niedlich, handgemacht, vertraut. Aber da lag der Fehler. Es war nicht Yvonne. Die gebürtige Berlinerin ist frech, laut, schlagfertig. Und vor allem eins: nicht niedlich. Trotzdem wollte sie sich nicht endgültig vom Huhn verabschieden. Also fing ich an, mich langsam ranzutasten – und ihr gelegentlich einen Entwurf ohne Huhn unterzujubeln. Und was soll ich sagen? Es funktionierte.
Wie wir das angegangen sind
Das neue Logo sollte clean und modern sein. Kein Huhn, kein Schnickschnack. Aber genau deshalb brauchte es drumherum umso mehr Farbe. Weg von weichen, schüchternen Tönen – hin zu lauten, bunten, spannenden Farbkombinationen.
Ich arbeitete verschiedene Muster aus und bot Yvonne mehrere Farbvarianten an. Mal knalliger, mal 70er, mal mehr, mal weniger Farben. Am Ende wurde es eine Mischung aus allem – zwei Primärfarben, vier Schmuckfarben. Laut, bunt, aber nicht beliebig.
Parallel arbeitete Yvonne mit Julia Becker an einem Slogan, der die Positionierung auf den Punkt bringt: „Darfste.“ Ein Wort, das hinter nahezu jede Frage gesetzt werden kann. „Mit Eierlikör aufs neue Branding anstoßen? Darfste.“
Dann folgten Instagram-Vorlagen, die den Feed bunt, laut und witzig machen. Weit weg von monotonem Einheitsbrei. Yvonne sagte später: „Ich hab gerade echt Spaß an Insta. Mit dem neuen Branding sind die Inhalte so leicht. Und dann noch die tollen Vorlagen. Das flutscht richtig.“ Solche Worte freuen mich immer – weil genau das mein Ziel ist: Ein Branding, das Spaß macht. Denn nur dann arbeitet man auch gerne damit.
Was am Ende bleibt
goldelse hat jetzt ein Branding, das endlich wie Deckel auf Flasche passt. Frech statt niedlich, laut statt zurückhaltend, modern statt verstaubt. Das Huhn ist weg – und damit auch das, was nicht zu ihr gehörte.
Das Design funktioniert überall: auf der Flasche, auf Instagram, auf Flyern. Es macht Spaß, es ist unverwechselbar, es ist Yvonne. Und der Eierlikör? Der ist zurück in den Wohnzimmern der Gegenwart. Wo er hingehört.
Kurz: Loslassen lohnt sich. Meistens.
Ich bin immer wieder geflasht von Anikas Kreativität, ihrer Fähigkeit sich blitzschnell in ein Projekt einzudenken und von ihrem wahnsinnigen Gefühl für Farben. Von zeitnaher und professioneller Umsetzung ganz zu schweigen. Ani, du bist einfach der Hit! Was bin ich froh, dass ich dich gefunden habe ❤️
Yvonne Henning, goldelse
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